Weinender Clown Special 11: Es Ist Doch Alles Egal

Es Ist Doch Alles Egal ist in einer Zeit entstanden als es mir nicht wirklich gut ging. Auf Genaueres will ich nicht eingehen, aber es ging soweit, dass ich keine Musik mehr machen konnte – ich war einfach am Ende.
Eines Morgens setzte ich mich ans Key und fing das nachzuspielen was bei mir im Kopf grad klang. Es war die Melodie des Tracks. Innerhalb von 2 Stunden hatte ich den ganzen Song, samt fast dem ganzen Arrangement komponiert. Da ich erst am nächsten Tag aufnehmen konnte, schrieb ich den Text erst kurz vor der Aufnahme. Ich hab den Text nicht wirklich geschrieben, es waren Worte, die ich mir quasi selbst erzählt habe. Deshalb ist die Art, wie ich im Vers vortrage, auch so “sprechhaft” geworden – es ging nicht anders. Die Hookline hatte ich plötzlich im Kopf und ich wollte einfach nur singen. Ich denke es ist ok wie ich singe, aber mir ist auch bewusst, dass ich kein Sänger bin. Allerdings gibt es genug Beispiele von ganz großen Künstler, die ohne wirklich gute Stimme, mit die besten Songs der Welt schrieben (ich mein ja nur…). Deshalb haben auch meine Rapparts meist eine eigene Stimmelodie – das ist quasi mein Ersatz für das Singen und so bewusst gemacht. Aber je länger ich Musik mache, umso mehr komm ich vom klassischen Rap weg. Nicht dass ich es unbedingt erzwinge, es kommt einfach so – ich steh einfach auf diese melodiösen Sachen. Mir ist dann sogar die Sprache egal – Musik hat bei mir immer eine Chance, pathetisch gesagt.

Was soll ich jetzt auf den Inhalt eingehen? Ich denke der Chorus spricht für sich – an diesem Punkt war ich eben angekommen:

Oh Gott was läuft hier denn falsch, ich bin so gerne allein
Will nur noch weinen und schreien, hab wohl das Ende erreicht
Ich hab die Scheiße hier leid, ich glaub an Schicksal deshalb
Lass ich mich einfach nur fallen, es ist doch alles egal

Nun ja, ich will nicht lügen, der Song wurde in einer schwermütigen Stimmung geschrieben, aber ich habe trotzdem darauf geachtet, dass man da auch was Positives finden könnte. Dass alles egal wird, kann sehr negativ sein, aber wenn einem das egal wird, was auch egal sein sollte, was man aber vorher nicht bemerkt hat, dann kann man sich fallen lassen und sich eben auf das “wirklich Wichtige” konzentrieren. Mehr will ich dazu ehrlich gesagt nicht schreiben – interpretiert es wie ihr wollt!

Ich habe in der Zeit aber angefangen an einem weiteren Album parallel zu arbeiten. Dieses würde musikalisch nur in solch eine Richtung gehen. Allerdings kam mir dann etwas dazwischen, was mich davon abbrachte weiterzuschreiben – es ging plötzlich einfach nicht mehr.
Ich habe aber das Gefühl, dass ich jetzt wieder damit anfange…Schicksal eben.
Aber naja, es ist doch alles egal…