Weinender Clown Special 14: Le Grand Ciratou

Le Grand Ciratou hatte ich irgendwie plötzlich im Kopf, als ich etwa die Hälfte des Albums aufgenommen hatte. Ich merkte, dass ich unbewusst ständig Songs schrieb, die immer einen Gegenpart hatten. Dabei war der eine Song eher positiv gestimmt, der andere dagegen war das Gegenteil. Das “Problem” war, dass ich es eben gedankenlos gemacht habe. Somit war das Konzept der LP kein direkt geplantes – ich sah aber irgendwann, dass die Songs alle irgendwie zusammen hängen und in dem Moment fiel mir Ciratou ein – Ciratou war dieses “irgendwie”.
Ich hatte den Beat einfach im Kopf und darauf hab ich den Track durchgeschrieben. Danach entschied ich mich auch für den Albumnamen. Der Ausdruck “Weinender Clown” sollte für diesen Kontrast stehen und Ciratou war das Symbol dieser Zerrissenheit.

Im Song geht es um drei Fragen:
Wer ist eigentlich der/ein “Clown”? Wer unterhält den “Clown” bzw. den Unterhalter? Und kann ein “Clown” überhaupt traurig sein?
Das zu beantworten muss/soll/kann jeder für sich selbst, nachdem er das Album durchgehört hat. Ich will da gar nicht so viel dazu sagen. Außerdem ist eh alles Ansichtssachen und mal ehrlich, welchem guten Clown nimmt man Trauer ab?

Und deshalb war es auch nicht das Ziel des Album, Leute vom Gegenteil zu überzeugen.
Das Ziel war, dass man sich nach dem Durchhören die Frage stellt, wer der Clown in seinem eigenen Leben ist…

So, das wars nun mit dem Special, ich hoffe ihr hattet etwas davon.
An der Stelle bedank ich mich bei jedem Leser, jedem Käufer, jedem Supporter und jedem der auf irgendeine Art und Weise meine Musik irgendwann irgendwie unterstützt hat!
Danke für alles, was ihr mir gegeben hat!

Das wars von mir!
Peace,
BEKS

Weinender Clown Special 13: Willkommen Im Pech (Der Rap Dein Feind)

Willkommen im Pech (Der Rap Dein Feind) ist eine Art Trotzlied von mir.
Ständig musste ich mir anhören, dass ich kein Rapper mehr wär, weil alles so poppig klingt. Ja und jetzt?! Mal ehrlich, ich mach die Musik die mir gefällt bzw. die ich selbst hören würde und eingängige Sachen sind einfach mein Ding – Richtung ist mir sowas von egal.
Was diese besagten Leute aber vergessen ist, dass ich trotz allem, immer aus der HipHop-Richtung kommen werde! Das ist meine Grundlage und egal wie, den Einfluss wird man in jeder Produktion auf irgendeine Art hören – wenn auch nicht gleich so auffällig.

Für diesen Track hab ich extra einen “typischen” Rap-Beat gemacht, der hart und aggressiv klingt. Dieser Pumpbeat fürs Auto eben. Und passend dazu wollte ich einfach nur Spitten und zwar wollte ich mich über all das auslassen, was mir so übel genommen wird, von denen, die nie etwas im Kontext sehen. Ja ihr habt Recht! Ich hab was gegen alle Frauen, Fetten, Schwulen und Behinderten…deshalb sag ichs auch…schon wieder!

Ich zitier mich gern selber (jep!) und wiederhol mich wie Eltern
Und ich zitier mich gern selber und wiederhol mich wie Eltern

Letztendlich mach ich mich aber nur über die lustig, die sich durch ihre Interpretationen im Grunde selbst lächerlich machen. Und das gilt für jede Art von Interpretation…auch die, wie man sich selbst interpretiert. Tja und ich bin eben niemals scheiße gelaunt…so ein Pech aber auch…

Hey, willkommen im Pech, willkommen im Pech
An dem Ort wo mein Wort dich so gerne verletzt
Du willst vieles nicht sehen und ich stell alles zur Schau
Denn ich der Weinende Clown bin niemals scheiße gelaunt

Weinender Clown Special 12: sineP up

Zu sineP up hab ich schon so oft was gesagt, dass ich kein Bock mehr hab mich zu wiederholen. Außerdem ist es kalt und ich hab so super Laune…also in Stichworten.

- Brauchte Single zum mitsingen und fetten Kontrastzusammenhang (! denkt drüber nach) zu den Songs davor
- Beat plötzlich im Kopf
- Hook plötzlich auch
- Idee Lustiges in ernsten Themen zu suchen um psydo sozialkritisch zu wirken
- Penis darf man aber hier nicht sagen…verdammt, neue Aufnahme mit sineP
- “Spiel mir das Lied vom sineP”! Awa sineP up ist das bessere Wortspiel. Danke Dad, jetzt hab ich ne Coveridee…
- Covershoot ziemlich homoerotisch und dazu noch mit einem damals 17 jährigen…
- Brauch Video, aber kein Geld für Ideenumsetzung und kein Bock auf YouTube-Rapper Quatsch
- Ja was dann?! Hey wie wärs mit Beks im South Park?! Ok geht! … Fettes Video!
- Song ist auch “cool, aber irgendwie ist es kein Rap…”
- Hmm ok, aber die Kids tanzen dazu!

Ohoh, ohoh, oh, oh, ah
Wir sind alle Opfer
Doch ich bleib einfach locker
Und spiel mit meim sineP

Ja, ich könnt es ernst nehmen…oder ich könnt Ernst nehmen…

BEKS IN DER JUICE

Es ist Nacht, es ist kalt, es ist nass und ein dummer, schlafloser Junge irrt umher und findet eine verlassene Tankstelle. Dort öffnet er dann Europas größte HipHop-Zeitschrift und findet eine Review zu Weinender Clown
Wow, wieder mal nichts davon bemerkt – langsam wirds zur Tradition…danke dummer Junge!

Hier mal ein Ausschnitt daraus:

“Technisch kann man dem MC nichts vorhalten: Er flowt zielsicher über die selbst produzierten, eingängigen Beats und zeigt ein gutes Händchen für stimmige Hooks. Inhaltlich porträtiert er sich als vom Leben gebeutelter Underdog mit gesunder Scheiß-drauf-Attitüde, was in den gelungensten Momenten auf amüsante Weise unterhält.”

Im Heft gibts noch mehr! Toll – ich kann echt nicht klagen und danke der JUICE bzw. dem Reviewer.
Kauft die Ausgabe!!

Weinender Clown Special 11: Es Ist Doch Alles Egal

Es Ist Doch Alles Egal ist in einer Zeit entstanden als es mir nicht wirklich gut ging. Auf Genaueres will ich nicht eingehen, aber es ging soweit, dass ich keine Musik mehr machen konnte – ich war einfach am Ende.
Eines Morgens setzte ich mich ans Key und fing das nachzuspielen was bei mir im Kopf grad klang. Es war die Melodie des Tracks. Innerhalb von 2 Stunden hatte ich den ganzen Song, samt fast dem ganzen Arrangement komponiert. Da ich erst am nächsten Tag aufnehmen konnte, schrieb ich den Text erst kurz vor der Aufnahme. Ich hab den Text nicht wirklich geschrieben, es waren Worte, die ich mir quasi selbst erzählt habe. Deshalb ist die Art, wie ich im Vers vortrage, auch so “sprechhaft” geworden – es ging nicht anders. Die Hookline hatte ich plötzlich im Kopf und ich wollte einfach nur singen. Ich denke es ist ok wie ich singe, aber mir ist auch bewusst, dass ich kein Sänger bin. Allerdings gibt es genug Beispiele von ganz großen Künstler, die ohne wirklich gute Stimme, mit die besten Songs der Welt schrieben (ich mein ja nur…). Deshalb haben auch meine Rapparts meist eine eigene Stimmelodie – das ist quasi mein Ersatz für das Singen und so bewusst gemacht. Aber je länger ich Musik mache, umso mehr komm ich vom klassischen Rap weg. Nicht dass ich es unbedingt erzwinge, es kommt einfach so – ich steh einfach auf diese melodiösen Sachen. Mir ist dann sogar die Sprache egal – Musik hat bei mir immer eine Chance, pathetisch gesagt.

Was soll ich jetzt auf den Inhalt eingehen? Ich denke der Chorus spricht für sich – an diesem Punkt war ich eben angekommen:

Oh Gott was läuft hier denn falsch, ich bin so gerne allein
Will nur noch weinen und schreien, hab wohl das Ende erreicht
Ich hab die Scheiße hier leid, ich glaub an Schicksal deshalb
Lass ich mich einfach nur fallen, es ist doch alles egal

Nun ja, ich will nicht lügen, der Song wurde in einer schwermütigen Stimmung geschrieben, aber ich habe trotzdem darauf geachtet, dass man da auch was Positives finden könnte. Dass alles egal wird, kann sehr negativ sein, aber wenn einem das egal wird, was auch egal sein sollte, was man aber vorher nicht bemerkt hat, dann kann man sich fallen lassen und sich eben auf das “wirklich Wichtige” konzentrieren. Mehr will ich dazu ehrlich gesagt nicht schreiben – interpretiert es wie ihr wollt!

Ich habe in der Zeit aber angefangen an einem weiteren Album parallel zu arbeiten. Dieses würde musikalisch nur in solch eine Richtung gehen. Allerdings kam mir dann etwas dazwischen, was mich davon abbrachte weiterzuschreiben – es ging plötzlich einfach nicht mehr.
Ich habe aber das Gefühl, dass ich jetzt wieder damit anfange…Schicksal eben.
Aber naja, es ist doch alles egal…

Weinender Clown Special 10: So Ein Clown

Oft werde ich gefragt, wieso ich eigentlich irgendwann angefangen hab zu rappen und die Antwort darauf konnte und wollte ich nie so richtig geben. Doch wie dem auch sei, So Ein Clown ist irgendwo die Antwort bzw. mein Verrat geworden.

Ich denke, es ist nicht ganz einfach zu glauben wenn ich sage, dass es im wahrsten Sinne des Wortes ein Song ist, bei dem ich nicht Nachdenken musste. Ganz ehrlich – weder über die Struktur, noch über den Flow, Klang oder über was auch immer. Ich habe nicht mal versucht zu reimen. Ich schrieb diesen Song wie einen Aufsatz einfach so runter und für mich selbst war es ein echt komisches Erlebnis, dass es dann überhaupt ein Track wurde.
Das wirklich Schlimme an der ganzen Geschichte ist aber, dass ich erst im Nachhinein immer merk, was ich überhaupt geschrieben hab. Erst dann versteh ich Dinge die um mich herum passieren. Davor hab ich irgendwie gar kein Empfinden dafür – irgendwas passiert, irgendwie ist es mir klar, aber irgendwie dann doch nicht. Dann hör ich den Song an und erfahre mehr von ihm als von mir selbst, dabei höre ich mein eigenes Lied. Ja, das klingt eigenartig, aber so ist es leider und die Frage ist nun, was würd ich denn wissen und wo würde ich denn sein, wenn ich eben nicht rappen würde…

Inhaltlich beschreib ich im Grunde eine (“normale”) Woche von mir im Zeitraffer – mit quasi allem was dazu gehört, was mir meine Stimmung bereitet.
Der Song hat natürlich einen ernsten Ton und ich denke, er bringt jeden zum Nachdenken. Allerdings glaube ich, dass die wirkliche Intention des Songs nicht so direkt rüberkommt. Ich mein, ich weiß nicht, was sich der Einzelne denkt, aber wenn ich sage, dass es im Song in Endeffekt nur um Sehnsucht geht, dann wird sich der ein oder andere das Ganze vielleicht nochmal in einem anderen Licht anhören.
Wonach aber Sehnsucht wenn man offensichtlich alles hat? Klar, rhetorische Frage – irgendwas scheint ja doch zu fehlen. Aber fehlt es denn wirklich, wenn es keinem so richtig auffällt? Und das ist es eben, die Sehnsucht, dass jemandem das auffällt, was keinem auffällt bzw. dass man jemandem von dieser einen Sache, die man nur selbst weiß, (erst mal überhaupt) erzählen kann und vor allem, dass man das dann auch noch will…die Sehnsucht danach, eben diese eine Person zu finden und der Wunsch, dass sie dir ohne Vorurteile begegnet, dich nicht mit Erfahrungen oder sonst was vergleicht und dass sie vor allem merkt und dir glaubt, dass du zu ihr so ehrlich bist, wie geht nicht mehr.
Vielen Menschen scheint sowas leicht zu fallen und sie “finden” immer wieder jemanden – ich wünschte ich wär einer davon, aber ich bin halt nur so ein Clown.

Was ich auch ganz ehrlich etwas beängstigend finde ist, dass sich im Nachhinein viele Songs oder viele Aussagen in Songs, die ich im Grunde unbewusst über mich treffe, früher oder später erfüllen. Als wär ich mein eigener Prophet, der mich selbst auf ein Unheil vorbereitet. So war es seit meinem allerersten Song und so passiert es gerade mit diesem.
Ich glaube im Unterbewusstsein kommt man eben immer vor dem Bewusstsein an einem Punkt an und bei jedem äußert sich das eben anders. Bei mir in den Texten, bei irgendjemand wächst ein Pickel. Manche merken es rechtzeitig, andere zu spät. Die einen können was dagegen tun, andere nicht. Von Mensch zu Mensch verschieden…

Ich weiß nicht, was passiert, wenn sich die “Prophezeiung” dieses Songes erfüllt. Ich hoffe ich werde es nie erfahren. Aber es gibt ja genug andere Songs von mir die darauf (schon seit langer Zeit) eine Antwort hätten…hahahaha!

Auf jeden genug psydo Philosophengequatsche jetzt! Als Entschuldigung bei allen Lesern, unterstütz ich die Piraterie gegen mich und verweise auf einen YouTube Link den ich zu diesem Song gefunden hab. Viel Spaß!
EDIT: Die Lyrics sind nun auf Wunsch in den Kommentaren.


Weinender Clown Special 9: Der Gaylord

Wer mich nun eine Zeit lang verfolgt hat, weiß, dass ich seit dem 2006er “Mr.Monk” Song als eben dieser in “Der Schmock” auftrat und nun mit Der Gaylord die Trilogie abschließe.

(…)
Hallo ich bin Mr.Monk, das hier ist mein 3. Song
Und heut erzähl ich euch ne Story von so einem Mr.Lord

(…)

Die Idee kam mir damals, als ich ein paar Mal wegen Beleidigung angezeigt wurde. So dachte ich mir, ich änder meine Stimme etwas (dann bins ja nicht mehr ich…) und erzähl dann eine scheinbar erfundene Geschichte, wobei ich voll comicartig übertreib, aber im Grunde echt die Wahrheit erzähl. Im Klassiker hatte ich zur echten Story nur einen ellenlangen Vers und den Rest mit Verrücktem aufgefüllt. Dagegen war das Teil auf “pop|rap” schon eine zusammenhängende Geschichte und jetzt eben wieder.

Dieser Song bzw. die Idee dazu war die erste die ich nach “pop|rap” hatte. Es kam damals 2008 Mitte Juli raus und danach war ich erst mal leer und bin mit einem Freund in meinen ersten Urlaub seit 4 Jahren geflogen – nach Ägypten. Der Urlaub war wirklich ein Traum und ich hatte mich nie so gut amüsiert UND erholt. Tja und dazu beigetragen hat eben Mr. Gay Lord. Im Grunde ist die Grundstory der 2.Vers – den Rest hab ich aus Erfahrungen mit ihm überspitzt in Szene gesetzt.
Gleich bei der Hotelanreise lernten wir ihn und seine Freundin, die ich im ersten Moment als seine Schwester ausmachte (sie war einfach zu geil für den – da hat meine Gesicht-zu-Gesicht Theorie nicht gepasst, sorry…naja, Ausnahmen bestätigen eben die Regel und das Buch kommt!!) und die mir nach dem Abendessen bereits Bilder von sich an der Stange zeigte – sie war echt n Gogo! Und er war echt ein LJ! Ja, und das hat er mit so einem Enthusiasmus erzählt und als wir dann mal am (automatischen) Lichtmischpult des Hotels vorbeiliefen, blieb er stehen und murmelte Zeug wie so ein Museumsführer und er tat auf so wichtig, dabei hatte das Ding grade mal 4 Knöpfe drauf.
Und hey, bis ich geblickt hab, dass man in einer Dorfdisco einen LJ braucht…ok, ich lüge – ich habs immer noch nicht geblickt und dann hab ich den auch noch später als wir zurück waren in nem Club bei der “Arbeit” gesehen…Ehrlich, ich muss dran denken und ich lach mich wieder tot. Der hatte uns so viele Lacher geliefert, die kann ich net aufzählen, aber meinen Sixpack hab ich definitiv durch sein Workout. Selbst beim Tauchen hat uns der Fisch krepieren lassen. Einmal kamen wir nachts dicht nach der Disco heim und lagen noch mindestens ne Stunde da und krümmten uns vor Lachen nur weil wir seine Sprüche und Aktionen des Tages durchgingen.
Seine Freundin war übrigens locker drauf – sie war sone Halbbrasilianerin die gern auf Russin tat. Einmal kam son Animateur zu uns und meinte, dass abends ein Päarchenspiel stattfindet und die fragt mich vor Gay eiskalt ob wir da mitmachen. Hm ja, so im Nachhinein gesehen, war sie wirklich eine Schlampe. Aber ok – ist ja nicht meine Freundin…
Auf jeden Fall waren es sehr geile 10 Tage und als wir dem Gaylord am Gayte 7 Tschüß sagten, sahen wir uns noch zwei Mal in Deutschland und danach nie wieder…ich poste mal den ganze 2.Vers damit ihr den Kern mal seht:

(…)
Doch schon bald hatte Gaylord ne Neue
Denn durch seinen Mom kannte er Ole de Oye (Oye!)
Und der Ole machte Gaylord zum LJ im Pascha
Denn ihm gehörte der Laden und dort schaffte die Mascha (Hi!)
Die Mascha war Gogo und tanze mit bei der Show dort
Und als sie sich trafen spielte grad Gaylord auf Zorro (Angard!)
Denn damals war Fasching und Gay seine Masche
War die Coolness des LJs und das beeindruckte Mascha (Oj, LJ)
Dazu merkte sie schnell, der Typ hatte ja Geld
Und sie dachte der LJ ist auf Partys der Held (Hey!)
Sonst fand sie ihn öde, doch sie war blöde Friseuse (Schto?!)
Und ein LJ mit Kohle war für sie etwas Schönes (Da!)
Doch eines Tags, da merkte Mascha was ein LJ macht
Und es war, das Licht an und aus…(Du bist ja nix…)

(…)

Der Ausdruck “Gaylord” ist übrigens nicht beleidigend gemeint, meine hochverehrten Schwuchteln…Spaß! Ich habe die Bridge extra deswegen gemacht – natürlich etwas provozierend, falls man doch auf behinderte Ideen kommt. “Gaylord” steht quasi für” Schmock” bei einem ambitionierten, sich selbst überschätzendem Mann mit süßem Duft…oder so…
Wir trafen noch zwei verrückte Brüder dort (Reutlingen bombt! haha) und irgendwann kamen die zu uns (nachdem der eine fast vom Dach geflogen ist) und meinten: “Hey, sagt mal, der Typ ist doch mal der üble Schmock!” Soviel zum Thema…

(…)
Ich hab nix gegen keinen, nix gegen einen
Nix gegen arm und nix gegen reich
Nix gegeh whoo, nix gegen buh
Aber Gaylords wir du sind mir einfach zu cool

(…)

Ansonsten ist der Song in der klassischen Mr.Monk Struktur gehalten. Mit “Mike” fängts an und hörts auf und kurz vor dem Ende gibts Gesang. Nach Coolio und DJ Ötzi war die Auswahl echt schwer…
Das Outro nahm ich übrigens vor Michael Jacksons Tod auf. Ich habe lange überlegt ob ich es drin lassen soll, aber ich glaub, gerade das hat meinen Respekt für ihn gezeigt. Er ist einer meiner wenigen wirklichen Helden und ich bin immer noch seh traurig, dass er nicht mehr lebt! Einen wie ihn wird es nie wieder geben…

Um so einen Song aber nicht im Traurigen zu beenden, frage ich, ob einer ein Originalticket der This Is It Tour will! Hab echt noch eins!
Bei Interesse bitte melden! Aber billig wirds nicht…haha

Ok! Das wars von mir! Mr.Monk tritt ab!

Der echte Gaylord! Aus Personenschutz verfälscht…hmm man könnt auch mich erkenen…hmmmmm doof…

Weinender Clown Special 8: Go Lucy Go

Den Beat von Go Lucy Go hatte ich schon länger. Irgendwann lief er dann im Loop und die erste Zeile die ich dafür hatte war Ich bin L A doppel F Liryc und ich bite mich jetzt einfach selbst. Denn irgendwie hab ich als ich angefangen hab dran zu schreiben gemerkt, dass ich den Flow von irgendwo her kannte. Tja und glücklicherweise war es von meinem eigenen Song. Dem GTA Style den ich damals als Promo für “pop|rap” gebracht hab. Deshalb war die zweite Zeile auch eine Anspielung darauf L A doppel F Liryc ist der Bruder von Herr Nico Belic. Ich fands irgendwie cool, dann jeden Vers in der Art zu beginnen.
Das Besondere an diesem Song war, dass ich dafür immer nur 4-Zeiler schrieb. Vor allem war es aber so, dass ich bereits fertige Zeilen zum Beatfluss anpasste und so aus jedem Teil meiner Blöcke und Blätter dann am Ende den Text hatte. Ich suchte dabei das Verrückteste raus was ich fand und wenn ich mich nicht mehr erinnern konnte wie ich auf so eine Scheiße kam hab ichs einfach genommen.
Der Song ist mein Drogensong ganz ohne Drogen! Man kennt das doch von so vielen. Sie sind auf irgendwas drauf und meinen da kommt das Beste oder das Verrückteste raus. Naja ok, von mir aus. Bei mir ist es aber so, dass wenn ich auf irgendwas drauf bin oder war (jetzt ist es nur noch Alkohol) nie Musik geschrieben hab. Der Grund dafür…ich hatte einfach nie Bock! Alter, lass mich doch in Ruhe, ich will feiern oder tanzen oder kotzen, aber doch nicht Musik machen während ich sauf. Ok live Auftritt geht, da merkt man mir sowas net mal gleich an, aber so richtig näää.
Aber das Problem ist halt nur…und das bringt mich jetzt kurz zum Nachdenken…ich komm ganz ohne Drogen auf so eine Scheiße. Verdammt, ich bin echt ein Freak! Deshalb auch die Hookzeile Ich nehme keine Drogen, Mom warum bin ich nur so?
Naja und genau deswegen auch die Anspielung auf Lucy (In The Sky With Diamonds). Erstens bin ich riesen Beatles-Fan und zweitens wurde ihnen damals vorgeworfen, sie würden durch diesen Song LSD verherrlichen. Dabei war Johns Idee wegen einem Bild seines Sohnes entstanden. Er fragte ihn was das darstellen sollte und der meinte eben Lucy in the sky with diamonds. Also wenn überhaupt, dann war das Kind auf Drogen – nicht John! Nein, nicht John! John hat nur Erdbeeren gesammelt. Die Zeile mit dem Kaleidoskop ist übrigens eine weitere Anspielung auf den Song.

Inhaltlich fang ich jeden Vers mit irgendwas aus meinem Leben an und führ das ganze bis zur absoluten Absurdität. Und am Ende jedes Verses gibt es immer einen Bezug zu Lucy – meiner eingebildeten Drogenfreundin. Hier ein Beispiel aus dem ersten Vers:

Ich bin L A doppel F Liryc und am meisten liebe ich mich selbst
L A doppel F Liryc ist zwar dumm aber jetzt ein Student
Germanistik, mehr war nicht drin, ich wär so gern ein Genie
Und dafür nicht so arrogant und in mein rechtes Ei verliebt
(…)
Und ich kenne noch mehr Bücher, früher war ich richtig schlau
Doch mit dem Alter wurd ich dümmer ähnlich wie ne Durchschnittsfrau (was?!)
Und jetzt rap ich voll die Scheiße und denn Sinn erkennt man kaum
Doch Lucy sagt mir jeden Tag sie hätt in unsere Band vertrauen

(…)

In diesem Song gibts wohl die meisten Sachen die für viele geschmacklos sind…ja…hmm…ok.
Aber ich denke wer genau hinhört merkt, dass es da nichts zum Schocken gibt, sondern dass es einfach nur eine verrückte Reise auf einem verrückten Beat ist. Einfach weil ich wohl verrückt bin. Wieso vermute ich in der zweiten Inhaltszeile des Hooks:

(…)
Ich glaub als kleines Kind bin ich mal auf den Kopf geflogen
(…)

Das kommt nicht von ungefähr. Meine Mom erzählt immer wieder von ihrer Heldentat, als sie mit mir als Baby mal die Treppe runtergeflogen ist und mich so gehalten hat, dass ihr und nicht mir was passiert ist…AHA! Und wieso bin ich dann nun so Mom?! Mooooooooooooooooooom!

Ja ich bin der 5. “schwarze” Beatle…

Weinender Clown Special 7: Warte Mal Hier

Warte Mal Hier ist im Grunde ein Song der auf einem Insider basiert.
Ich habe vor Jahren als Kind im TV einen Sketch gesehen, bei dem ein Ehemann einen Mann halbnackt im Schrank seines Schlafzimmers findet und die Frau sitzt im Bett daneben. Eine offensichtliche Szene also, doch als der Mann fragt, was der Typ da macht, sagt dieser: “Ich warte auf den Bus” und die Hammerpointe war, dass eine Sekunde später ein Bus durch die Wand fährt. Das fand ich damals so witzig und irgendwie ists hängengeblieben und wurde zum Running Gag. Immer wenn einer was fragte, was offensichtlich war, antwortete ich eben mit “Ich warte auf den Bus”.
Es gab bzw. gibt noch andere Sachen, die ich irgendeinem entgegen bring in so Fällen – alles paar Wochen änder ich die Taktik”. Ich weiß nicht, irgendwie ist es für mich eine Art Trick, dass ich mich nicht zu sehr über die, aus meiner Sicht, Dummheit anderer, aufregen muss und die so einfach stehen lassen kann. Das Problem ist dann eben nur, dass nicht jeder Ironie versteht und so wirds manchmal echt verzwickt.

Nun ja, der Song dreht sich eben genau um das. Irgendjemand fragt oder erzählt dir Sachen die keinen Sinn machen oder dich nicht interessieren. Die Outro-Bridge fasst die Idee eigentlich am besten zusammen…das ist ja auch die Message des Songs…

(…)
Aber der Song hat auch ne Message…

Seh ich denn so aus, als obs mich interessiert?
Was du zu mir sagst, was du von mir denkst und ob es dir gefällt…hä?!
Seh ich denn so aus, als obs mich interessiert?
Erzähls doch deiner Ma oder deinem Dad oder deiner Wand

(…)

So dachte ich, ich erzähl ne Story von meinem Tag, an dem ich morgens aufgegeilt aufsteh und mich auf den Weg zu meiner Affäre mach. Auf dem Weg treff ich dann einen der mich von der Seite anspricht und mir irgendwas Komisches erzählt und mich fragt, was ich am Bankautomaten mach. Stellverstretend für all die kommunikationsbedürftigen Leute.
In der Bahn treff ich dann einen der auf best friend kommt, weil wir uns irgendwann mal getroffen haben und mir in einem Psydogespräch von seinem Leben erzählt. Stellvertretend für all die mittteilungsbedürftigen Leute.
Und am Ende bin ich endlich bei der Frau im wahrsten Sinne angekommen und uns erwischt eben der Ehemann. Stellvertretend für all die Huren und die Idioten, die so etwas nicht bemerken…
Das alles ist im Song zwar etwas überspitzt erzählt, aber hat auf jeden Fall einen wahren Hintergrund.

Das Ding mit Jurassic Park 4 kam mir irgendwie spontan. Ich warte wirklich schon ewig darauf, aber seit Michael Crichtons Tod besteht wohl kaum mehr Hoffnung.
Und die Sache mit der einen Lungenhälfte…äh, ehrlich, keine Ahnung mehr wie ich drauf kam. Wahrscheinlich wieder so ein Moment…ich bin eben ein Freak oder verrückt oder so…oder beides…oder zu unglaublich…ach, egal.

“Buus?!”
“Ja, Bus!”
“Buuus?!”
“Ja, Bus!”
“Buuus?”
“Nein, Bahn!”
“Tram…”
“Bahn…”
“Baahn?!”
“Ja!”
“Ja…”

Weinender Clown Special 6: Mein Krieg

Die grundlegende Idee für Mein Krieg war das Thema Schlaflosigkeit. Ich hatte bereits auf pop|rap in dem Track “Für Mich” das Ganze angesprochen. Es war einfach so, dass ich irgendwann aufgehört hab zu schlafen. Das war ziemlich krass, denn früher konnte ich immer und überall pennen – wie auf Knopfdruck. Dass man mit dem Alter weniger schläft, ist normal, aber bei mir war der Unterschied so gewaltig, dass ich in den ersten paar Monaten gar nicht damit klar kam und fast verrückt wurde. Aber es scheint, dass sich der Mensch an alles gewöhnt und heute merk ich gar nicht mehr so wirklich, dass ich zu wenig bzw. scheiße schlafe. Man kann es sich so vorstellen: Die Augen sind mal zu, mal offen, ich dös, aber krieg alles um mich herum mit und es läuft irgendwie ein komischer Film ab, mit Bildern die keinen Sinn machen, aber sich auf meinen Alltag beziehen und irgendwann klingelt der Wecker und ich weiß gar nicht mehr was nun eigentlich war. Dieses Gefühl hab ich mit folgender Zeile beschrieben:

(…)
wenn ich alleine da lieg
Seh ich rote Lichter die wie Sterne leuchten
In meiner Ferne ich kann nicht mal mehr von Träumen träumen
Meine Augen sind offen aber der Kopf ist geschlossen
Als wär ich halb tot geschossen und es dauert noch Wochen
Bis sie mich finden in der Gosse

(…)

Jaja, das klingt alles nicht so toll, aber kommt mir nicht mit Psychogequatsche bitte. Zum einen bin ich kein Pillenjunkie oder so geworden, zum anderen ist es so, dass es eine Person gibt bei/neben der ich schlaf wie ein Baby . Kein Plan wieso, wird wohl ein Grund dafür geben. Leider durft ich aber von nun auf jetzt nicht mehr zu ihr…das ist echt schlimm. Doch trotzdem, Schlaf ist theoretisch möglich…

Aber wie gesagt, Schlaflosigkeit ist nur die Grundlage und das Kriegsbild benutzte ich metaphorisch, weils für einen eigentlich sinnlosen Kampf steht. Das Hauptthema des Tracks ist jedoch das, dass viele Menschen meinen, wenn sie das sehen, was sie sehen, es sonst nichts anderes gibt. Sie spielen den Besserwisser, ohne wirklich Ahnung. Man denkt, wenn jemand äußerlich ok ist, dann kann es nichts geben was ihm zu schaffen macht. Sie sind dann sogar neidisch auf einen und regen sich auf und erzählen überall, wie schlecht es doch bei ihnen läuft, dabei ist es meist Heuchelei.

(…)
Sie meinen sie wüssten es besser doch sie wissen von gar nix
Werfen mit Steinen auf Fassaden und das ist die Tragik
Ja, wenn man mir zuschaut, sieht mein Leben sehr gut aus

(…)

Irgendwo ist so etwas bitter, wenn man weiß wie es einem geht, darüber nicht redet, aber dann Sachen zu hören bekommt, als wär man der Undankbarste der Welt. Manche müssen es irgendwie sehen, dass es anderen schlechter geht – sie können es einfach nicht ab…

(…)
Ja, wo ist mein Krieg? Wo ist die Front die davon spricht?
Damit jeder dann sieht was fürn Soldat ich doch bin
Der Commander In Chief ohne politischen Mist
Ich schicke keinen voraus, ich kämpf selber mein Krieg
Ich zieh keinen hinein, schon gar nicht die die ich lieb
Stell mich alleine dem Feind – wenn ich alleine da lieg

(…)

Trotz allem, sprech ich die Dinge im Detail nicht wirklich an. Es geht um das Ganze – das Ergebnis von allem. Was mich dazu gebracht hat, weiß vielleicht nur ich und vielleicht will ich es nicht unbedingt erzählen, aber es mir erklären kann auch ich, es trotz allem nicht so wirklich.

(…)
Ich frag mich was, hat mich denn dazu gebracht
Ich bin immer Morgen, fühl aber nur noch Nacht

(…)

Deshalb diese Hookline und deshalb der Bezug auf Schlaflosigkeit: Man sieht sie keinem an. Klar, vielleicht sieht man dadurch mitgenommen aus, aber so wirklich kann man es nicht erkennen. Es gibt genug, die 12 Stunden täglich schlafen und kacke aussehen…
Aber wenn du dann jeden Tag den Eindruck eines “Helden” machst, dann bist du irgendwann für alle einer – nur nicht für dich selbst…

(…)
Es ist dunkel im Licht, wenn das Licht dich nicht sieht
Sondern nur auf dich scheint und nicht weiß wer du bist

(…)

Das alles ist, ganz ohne Drama, wirklich nicht einfach und es geht immer weiter. Irgendwann braucht man einfach eine Pause vom “Leben”. Die bietet uns irgendwo der Schlaf…was aber wenn man keinen haben kann?!

(…)
Wie bei Grishams die Jury sitz ich zwischen den Stühlen,
Dreh mich zwischen Gefühlen, denk und wische mir müde
Über grüne Augen – denn diese Schwere ist laugend
Mann ich kann wirklich nicht mehr – ich brauch vom Leben ne Pause

(…)

NACHTRAG:
Die zwei “Skips” am Anfang und am Ende, sind keine CD-Fehler! Ich wälz mich anfangs im Bett, mach das Mic an (klick), rap und dann mach ichs aus (klick) und wälz mich erneut im Bett. Sollte quasi die Entstehung aus der Schlaflosigkeit darstellen.
Und die Anspielung auf “Zombies” in der Endmelodie erklärt sich wenn man den Song kennt…Zombies im Kopf eben…